Magen-Darm-Infektionen mit Durchfall (Diarrhö) breiten sich aus!

Ansteckungsgefahr

Ansteckungsfahr

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Als Magen-Darm-Infekt beziehungsweise Magen-Darm-Grippe wird eine Entzündung der Schleimhäute des Magens und des Dünndarms bezeichnet, die in der Regel mit Durchfall und Erbrechen einhergeht. Auslöser solcher Infekte, die hoch ansteckend sind, sind in den meisten Fällen Viren.

Ein Magen-Darm-Infekt wird hauptsächlich durch Schmierinfektion übertragen. Die Krankheitserreger gelangen dabei aus dem Stuhlgang beziehungsweise dem Erbrochenen des Erkrankten auf Gegenstände aus seinem Umfeld. Durch mangelnde Hygiene können die Erreger dann von dort über die Hände anderer Menschen in den Mund und darüber dann in den Magen und Darm anderer Personen gelangen, die sich dann ansteckt. In der Medizin spricht man von einer fäkal-oralen Übertragung. Oft sind die Viren, die Auslöser für die Krankheit waren so hoch ansteckend, dass schon eine sehr geringe Menge ausreicht, um eine andere Person zu infizieren.

Gründe für hohe Ansteckungsgefahr bei Magen-Darm-Infekt

Mangelnde Hygiene und Unkenntnis sind die Hauptgründe dafür, dass sich Magen-Darm-Infektionen häufig so rasend schnell ausbreiten können. Oft sind Noroviren und Rotaviren die Ursache. Aber auch Bakterien können die Ursache für eine Magen-Darm-Infektion sein. Bei den Bakterien werden drei verschiedene Erreger unterschieden (Sekretionstyp, Invasionstyp und Penetrationstyp).

Der in der Bevölkerung bekannteste bakterielle Erreger ist EHEC, bei dem die letzte große Krankheitswelle sogar etliche Todesopfer gefordert hat und die Ansteckungsgefahr bei Magen-Darm-Infekt extrem groß war. Dabei handelte es sich um Bakterien, die bis in die Darmzellen gelangen, sich dort vermehren und die Zellen zerstören. Betroffene erleiden eine eitrige Infektion, haben blutschleimigen Durchfall und krampfartige Bauchschmerzen.

In Abhängigkeit vom Erreger können die mit der Magen-Darm-Infektion einhergehenden Beschwerden sehr heftig oder kaum spürbar sein.

Neben der fäkal-oralen Ansteckung kommt auch die Tröpfcheninfektion infrage. Wenn Erkrankte sich erbrechen, können virushaltige Tröpfchen über die Luft auf andere Menschen übertragen werden. Das ist auch der Grund, warum sich Magen-Darm-Infektionen oft in so rasantem Tempo ausbreiten können. Besonders hohe Ansteckungsgefahr bei Magen-Darm-Infekt besteht in Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten sowie in Seniorenheimen.

Ansteckungsgefahr bei Magen-Darm-Infekt über Nahrungsmittel

In tropischen und subtropischen Ländern können sich Menschen über kontaminierte Lebensmittel anstecken. Das betrifft Fisch, Getränke durch verunreinigtes Wasser und Eis.
Durch verunreinigtes Trinkwasser verbreitet sich in diesen Ländern die Amöbenruhr, deren Erreger ein Parasit ist.

Die Betroffenen können andere Menschen anstecken, solange sie selbst akute Krankheitssymptome haben und betreffende Viren, Bakterien oder Erreger ausscheiden. Bei Noroviren weiß man, dass sie noch zwei Tage, nachdem die Krankheit beim Betroffenen abgeklungen ist, eine akute Ansteckungsgefahr haben. Selbst Wochen nach der Krankheit werden noch ansteckende Noroviren ausgeschieden, sodass die Gefahr nicht gebannt ist.

Dem Magen-Darm-Infekt vorbeugen

Magen-Darm-Infektionen sind Krankheiten, denen man vorbeugen kann, indem bestimmte Hygiene-Regeln akribisch eingehalten werden. Dazu gehört das Händewaschen nach dem Toilettenbesuch und Vorsicht im Umgang mit Kranken. Lebensmittel sollten vor dem Verzehr gut durchgegart werden. In tropischen Ländern sollte kein Leitungswasser getrunken und kein Eis gegessen werden.

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  1. [...] gehört dazu vor allem Bauchweh, das sich bis zu Bauchkrämpfen steigern kann und schließlich zu Erbrechen und Durchfall führt. Der Durchfall während einer Magen-Darm-Infektion geht oft mir starken Blähungen einher [...]

  2. [...] durcheinander, da er Sie an die Wohnung fesselt. Wenn Sie nicht aus dem Haus gehen können, um sich Arznei aus der Apotheke zu holen, benötigen Sie traditionelle Hausmittel gegen Durchfall, um sich möglichst schnell von [...]

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