Magen Darm Infektion mit Durchfall (Diarrhö), Gastritis, breiten sich aus!

Magen Darm Infektion

Magen Darm Infekt

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Magen-Darm-Infektionen (Gastroenteritis) können jeden Menschen betreffen. Sie zählen zu den häufigsten Infektionskrankheiten und äußern sich durch Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfälle. Je nachdem, welcher Erreger für die Erkrankung verantwortlich ist, kann die Krankheit harmlos verlaufen und nach ein paar Tagen von selbst abklingen oder muss ärztlich behandelt werden. Falls möglich Kontakt zum Arzt halten. Wichtig ist bei einer Magen-Darm-Infektion den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen und viel zu trinken.

Wie entsteht eine Magen Darm Infektion? Oder Grippe?

Es gibt vielfältige Ursachen für einen Magen-Darm-Infekt. Häufig wird sie durch Viren oder Bakterien verursacht, manchmal durch Pilze oder Parasiten, oder ganz einfach durch  Grippe Erkrankungen. Auch Lebensmittelvergiftungen können Auslöser für die Beschwerden sein. Reisende, die in tropischen und subtropischen Ländern ihren Urlaub verbringen, erkranken des Öfteren an Magen-Darm-Infektionen. Das äußert sich in den meisten Fällen in Brechdurchfällen. Verursacht wird die Erkrankung beispielsweise durch die Nahrung oder durch verunreinigtes Trinkwasser. Auch der Kontakt mit bereits erkrankten Menschen kann zu einer Magen-Darm-Infektion führen.


Die Symptome einer Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe)

  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Bauchkrämpfe
  • manchmal Fieber

Welche Beschwerden treten auf?

Die Hauptsymptome sind Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall. Appetit ist selten vorhanden. Wann die ersten Beschwerden auftreten, ist unterschiedlich. Je nachdem, durch welchen Erreger die Krankheit ausgelöst wurde, können die ersten Symptome sofort oder auch erst nach einigen Tagen auftreten. Auch die Intensität der Schmerzen hängt vom Erreger ab. Während es bei einigen Menschen bei Übelkeit und Erbrechen bleibt, kommen bei anderen Bauchkrämpfe und starke Schmerzen, die an eine Kolik erinnern, hinzu. Auch Fieber kann auftreten.

Welche Komplikationen gibt es?

Besonders gefährlich ist der Flüssigkeitsmangel. Ist die Trinkmenge ungenügend und muss häufig erbrochen werden, kann es schnell zu Flüssigkeitsmangel kommen. Tritt dann noch starker Durchfall (Diarrhö: Bakterien müssen Medikamente zum Einsatz kommen) auf, muss unbedingt darauf geachtet werden, genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern kann die Situation schnell sehr ernst werden, da sie in kurzer Zeit austrocknen können. Aber auch Erwachsene sollten unbedingt darauf achten, genügend zu trinken. Ein Magendarminfekt kann NICHT mit Salzstangen behandelt werden! Tee und Salz ist aber meist nicht schädlich. Besser den Arzt fragen.

Welche Behandlung ist sinnvoll?

Ganz wichtig ist es, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Auch Mineralien sollten ausreichend zugeführt werden. Gut geeignet sind Tee, Brühe oder orale Rehydratationslösungen. Auch wenn als Hausmittel häufig Salzstangen und Cola-Getränke empfohlen werden, so raten Experten davon ab, da in dieser Kombination zu viel Zucker enthalten ist. In manchen Fällen von Magen-Darm-Infektionen kann Bettruhe angezeigt sein, besonders dann, wenn sich der Patient schwach fühlt. Gegen die Bauchkrämpfe hilft oftmals eine Wärmflasche, die auf den Bauch gelegt wird.

Wann zum Arzt?

Nicht immer verschwinden die Beschwerden ohne Behandlung. Wenn Erbrechen und Durchfall anhalten und keine Flüssigkeit behalten werden kann, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Flüssigkeitsverluste müssen unbedingt ersetzt werden. Häufig werden dazu Infusionen genutzt. Besonders bei Säuglingen und Kleinkindern ist es wichtig, schnell ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn Kinder haben wenig Reserven. Bei Benommenheit, Kreislaufproblemen oder Muskelkrämpfen ist ebenfalls ein Arztbesuch angezeigt. Auf Durchfallmedikamente sollte möglichst wenig zurückgegriffen werden. Ob Antibiotika eingenommen werden muss, entscheidet der Arzt je nach Gesamtzustand.

Magendarminfektion

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Unter dem Begriff „Magen-Darm-Infektion“ wird eine Reihe von den Magen-Darm-Trakt betreffenden Erkrankungen zusammengefasst, die sich durch ähnliche Symptome äußern. Eine frühzeitige Erkennung der Symptome einer Magen Darm Infektion kann die Behandlung erheblich vereinfachen und die erforderliche Behandlungsdauer verkürzen.

Wodurch wird eine Magen-Darm-Infektion verursacht?

Ausgelöst werden Magen-Darm-Infektionen vor allem durch Bakterien und Viren, seltener auch durch Parasiten. In den menschlichen Körper gelangen die Krankheitserreger zumeist mit der Nahrung. Magen-Darm-Infektionen sind weit verbreitet und treten vor allem in Ländern mit niedrigen hygienischen Standards oft in Epidemien auf. Auch in Europa oder anderen hochentwickelten Regionen kommt es immer wieder zu einer punktuellen Häufung von Magen-Darm-Infektionen – in der Regel dann, wenn ein Erreger (wie etwa mit Bakterien befallenes Trinkwasser) lange unerkannt geblieben ist. Der rechtzeitigen Erkennung der Symptome einer Magen Darm Infektion kommt deshalb nicht nur bei der Behandlung eines individuellen Krankheitsfalls, sondern auch im Rahmen der allgemeinen Krankheitsprävention und Gesundheitsfürsorge eine entscheidende Bedeutung zu.

An welchen Symptomen kann eine Magen-Darm-Infektion erkannt werden?

Noch bevor die Symptome einer Magen-Darm-Infektion voll entwickelt sind, zeigen sich oft erste Anzeichen – und wer die Entstehung einer Magen-Darm-Infektion verhindern will, sollte auf diese ersten Anzeichen besonders achten. Zu ihnen gehören vor allem plötzliche Appetitlosigkeit und Schwindelgefühle. Spätestens einige Tage danach zeigen sich die voll entwickelten Symptome einer Magen Darm Infektion: Neben einem allgemeinen Unwohlsein gehört dazu vor allem Bauchweh, das sich bis zu Bauchkrämpfen steigern kann und schließlich zu Erbrechen und Durchfall führt. Der Durchfall während einer Magen-Darm-Infektion geht oft mir starken Blähungen einher und ist in vielen Fällen blutig, wässrig oder schleimig. Durchfall und Erbrechen führen zur Austrocknung. Oft tritt während einer Magen-Darm-Infektion Fieber auf, das durch die allgemeine Schwächung des Körpers hervorgerufen wird. Ebenso kommt es zu Kreislaufproblemen, die vom Schwindel bis zum Kollaps reichen können. In seltenen Fällen kann es zu einem Versagen der Nieren kommen.

Welche Risikogruppen sollten besonders auf die Symptome achten?

Während die mit einer Magen-Darm-Infektion einhergehenden Beschwerden für Personen mit robuster körperlicher Verfassung in der Regel keine ernsthafte Gefährdung darstellen, belasten sie Menschen in körperlich schwächerer Verfassung erheblich. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, aber auch ältere Menschen sowie Menschen, deren Immunsystem aus anderen Gründen geschwächt ist (zum Beispiel in Folge einer Mangelernährung), gehören zur Gruppe der Risikopatienten. Für sie stellt vor allem der starke Flüssigkeits- und Kaliumverlust, der durch das für Magen-Darm-Infektionen typische häufige Erbrechen und den starken Durchfall verursacht wird, eine hohe Belastung dar. Personen, die einer dieser Risikogruppen angehören, sollten sich daher bei den ersten Symptomen einer Magen-Darm-Infektionen an ihren Hausarzt wenden, damit eine Behandlung eingeleitet werden kann. Spätestens dann, wenn Erbrechen und Durchfall einige Tage anhalten und Schwierigkeiten bestehen, Flüssigkeit aufzunehmen oder bei sich zu behalten, sollten auch Personen, die nicht zu einer der Risikogruppen gehören, einen Arzt aufsuchen. Denn dann muss der Flüssigkeitsverlust, der durch Erbrechen und Durchfall eingetreten ist, durch Infusionen wieder ausgeglichen werden.

Ansteckungsgefahr bei Magen Darm Infektion

Ansteckungsfahr

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Als Magen-Darm-Infekt beziehungsweise Magen-Darm-Grippe wird eine Entzündung der Schleimhäute des Magens und des Dünndarms bezeichnet, die in der Regel mit Durchfall und Erbrechen einhergeht. Auslöser solcher Infekte, die hoch ansteckend sind, sind in den meisten Fällen Viren.

Ein Magen-Darm-Infekt wird hauptsächlich durch Schmierinfektion übertragen. Die Krankheitserreger gelangen dabei aus dem Stuhlgang beziehungsweise dem Erbrochenen des Erkrankten auf Gegenstände aus seinem Umfeld. Durch mangelnde Hygiene können die Erreger dann von dort über die Hände anderer Menschen in den Mund und darüber dann in den Magen und Darm anderer Personen gelangen, die sich dann ansteckt. In der Medizin spricht man von einer fäkal-oralen Übertragung. Oft sind die Viren, die Auslöser für die Krankheit waren so hoch ansteckend, dass schon eine sehr geringe Menge ausreicht, um eine andere Person zu infizieren.

Gründe für hohe Ansteckungsgefahr bei Magen-Darm-Infekt

Mangelnde Hygiene und Unkenntnis sind die Hauptgründe dafür, dass sich Magen-Darm-Infektionen häufig so rasend schnell ausbreiten können. Oft sind Noroviren und Rotaviren die Ursache. Aber auch Bakterien können die Ursache für eine Magen-Darm-Infektion sein. Bei den Bakterien werden drei verschiedene Erreger unterschieden (Sekretionstyp, Invasionstyp und Penetrationstyp).

Der in der Bevölkerung bekannteste bakterielle Erreger ist EHEC, bei dem die letzte große Krankheitswelle sogar etliche Todesopfer gefordert hat und die Ansteckungsgefahr bei Magen-Darm-Infekt extrem groß war. Dabei handelte es sich um Bakterien, die bis in die Darmzellen gelangen, sich dort vermehren und die Zellen zerstören. Betroffene erleiden eine eitrige Infektion, haben blutschleimigen Durchfall und krampfartige Bauchschmerzen.

In Abhängigkeit vom Erreger können die mit der Magen-Darm-Infektion einhergehenden Beschwerden sehr heftig oder kaum spürbar sein.

Neben der fäkal-oralen Ansteckung kommt auch die Tröpfcheninfektion infrage. Wenn Erkrankte sich erbrechen, können virushaltige Tröpfchen über die Luft auf andere Menschen übertragen werden. Das ist auch der Grund, warum sich Magen-Darm-Infektionen oft in so rasantem Tempo ausbreiten können. Besonders hohe Ansteckungsgefahr bei Magen-Darm-Infekt besteht in Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten sowie in Seniorenheimen.

Ansteckungsgefahr bei Magen-Darm-Infekt über Nahrungsmittel

In tropischen und subtropischen Ländern können sich Menschen über kontaminierte Lebensmittel anstecken. Das betrifft Fisch, Getränke durch verunreinigtes Wasser und Eis.
Durch verunreinigtes Trinkwasser verbreitet sich in diesen Ländern die Amöbenruhr, deren Erreger ein Parasit ist.

Die Betroffenen können andere Menschen anstecken, solange sie selbst akute Krankheitssymptome haben und betreffende Viren, Bakterien oder Erreger ausscheiden. Bei Noroviren weiß man, dass sie noch zwei Tage, nachdem die Krankheit beim Betroffenen abgeklungen ist, eine akute Ansteckungsgefahr haben. Selbst Wochen nach der Krankheit werden noch ansteckende Noroviren ausgeschieden, sodass die Gefahr nicht gebannt ist.

Dem Magen-Darm-Infekt vorbeugen

Magen-Darm-Infektionen sind Krankheiten, denen man vorbeugen kann, indem bestimmte Hygiene-Regeln akribisch eingehalten werden. Dazu gehört das Händewaschen nach dem Toilettenbesuch und Vorsicht im Umgang mit Kranken. Lebensmittel sollten vor dem Verzehr gut durchgegart werden. In tropischen Ländern sollte kein Leitungswasser getrunken und kein Eis gegessen werden.